Der Ablauf einer Zwangsversteigerung

Der Ablauf einer Zwangsversteigerung – die richtige Bieterstrategie

Wer auf der Suche nach einer Immobilie ist und gerne etwas Geld sparen möchte, wird im Internet bereits einmal auf den Begriff der Immobilien Zwangsversteigerungen gestoßen sein. Nun hat nahezu jeder Mensch bereits schon einmal den Begriff der Zwangsversteigerung gehört, doch wissen die wenigsten, wie diese genau abläuft und, worauf man alles achten muss, wenn man an einer Haus Versteigerung oder an einer Wohnungsversteigerung interessiert ist.

Wer entscheidet über die Zwangsversteigerung und wie läuft diese ab?

Zwangsversteigerungen Immobilien sind für die Betroffenen immer, wie ein Schlag in den Magen, trifft sie in der Regel jedoch nicht aus dem heiteren Himmel. Bevor das Amtsgericht Zwangsversteigerungen Bayern oder Zwangsversteigerungen in anderen Bundesländern organisiert und für die Öffentlichkeit zugänglich macht, müssen einige Dinge passieren. Oft geht der Versteigerung einer Wohnung oder der Häuser ein sehr langer und intensiver Prozess voraus, in welchem die Betroffenen die Möglichkeit haben, die Situation zu klären bzw. die Schulden zu bezahlen.

Wieso kommt es zu Zwangsversteigerungen?

Nicht immer ist die Versteigerung der Weg, welchen das Amtsgericht wählt, wenn Menschen ihre Schulden oder den Kredit für das gekaufte Haus nicht zahlen können. Zwar ist ein großer Anteil der Fälle in, welchen die Häuser zwangsversteigert werden, das Nicht-Begleichen von Schulden, doch in anderen Fällen kann es auch sein, dass sich eine Erbgemeinschaft nicht einigen kann, wer in dem geerbten Haus wohnt, ob nur einer einzieht und die anderen auszahlt usw. Kommt die Gemeinschaft nach vielem Hin und Her und einigen Streitereien zu keinem Ergebnis, beschließt oft das Amtsgericht über die Zwangsversteigerung des Objektes.

Sind die Objekte einer Zwangsversteigerung wirklich günstiger?

Zwangsversteigerung finden viel Zuspruch bei den interessierten Käufern. Denn, viele Menschen sind auf der Suche nach dem Eigenheim, wollen aber selbstverständlich Geld bei dem Kauf sparen. Mit der Zwangsversteigerung sehen sie ihre Chance, ein Schnäppchen zu machen. Nun ist es durchaus richtig, dass der Preis erst einmal niedrig angesetzt wird, doch wie es die Gesetze des freien Marktes wollen, bestimmt auch bei den Zwangsversteigerungen die Nachfrage das Angebot. Je mehr Bieter auf die Immobilie bieten, umso höher steigt der Preis. So kann es durchaus vorkommen, dass eine besonders attraktive Immobilie zu einem Preis über den Verkehrswert versteigert wird. Denn, auch wenn sich bei einigen Menschen immer noch das Vorurteil hält, handelt es sich bei den versteigerten Immobilien nicht um verfallene Häuser oder Wohnungen, sondern es befinden sich auch oft genug wahre Traumimmobilien darunter. Es lohnt sich also auf jeden Fall, einen Blick auf die Zwangsversteigerungen in der Nähe zu werfen.

Worauf die Bieter achten sollten

Bezüglich dem Zwangsversteigerung Ablauf und auch dem Kauf selbst, gibt es einige Tipps und Tricks, welche die Bieter beachten sollten, um die richtige Strategie anzuwenden. Das fängt damit an, dass an sich im Amtsblatt des Gerichtsbezirks über anstehende Zwangsversteigerungen informiert. Die Termine werden immer sechs Wochen vor der Durchführung der Zwangsversteigerung bekannt gegeben. Da die Termine aber kurzfristig verschoben werden können, sollte man sich immer darüber informieren, ob der Termin nun tatsächlich stattfindet oder nicht.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen für die Teilnahme?

Um bei einer Zwangsversteigerung mitbieten zu können, muss man voll geschäftsfähig sind und einen Personalausweis mit zu der Versteigerung nehmen. Zudem muss man dazu bereit und in der Lage sein, eine Sicherheitsleistung, welche 10 Prozent des tatsächlichen Endpreises beträgt, zu hinterlegen.

Wie sieht es mit der Besichtigung aus?

Die Eigentümer der Immobilie, welche versteigert wird, ist nicht dazu verpflichtet, Menschen für eine Besichtigung hineinzulassen. Aus diesem Grund können sich die Interessierten ausschließlich ein paar Eckdaten zu der Immobilie einholen. Dazu gehören neben einem Auszug aus dem Grundbuch auch ein Baulastenverzeichnis und Forderungsanmeldungen.

Jetzt steht dem Kauf nichts mehr im Weg – oder?

Der Bieter auf einer Zwangsversteigerung sollte sich immer im Klaren darüber sein, dass der Gläubiger, dem das Geld der Zwangsversteigerung zukommt, der Herr des Verfahrens ist. Er kann auch noch während der Versteigerung eine einstweilige Einstellung der Versteigerung erwirken. Er ist zudem im Recht, einen zweiten Termin zu beantragen, falls das höchste Gebot des Bieters bei weniger als 70 Prozent des Verkehrswerts liegt. Diese Regel findet bei dem zweiten Termin jedoch keine Anwendung mehr und der höchst-bietende Bieter bekommt die Immobilie.