Steuererstattung im Insolvenzverfahren

Der Bereich der Steuern ist ein sehr großer und äußerst umfangreicher Bereich, bei welchem es einige Dinge zu beachten gibt. Nicht umsonst wenden sich sehr viele Menschen an einen Steuerberater, welcher sie nicht nur bei Fragen rund um das Thema der Steuern, sondern auch bei der Erstellung der Steuererklärung unterstützt. Denn mit fachlichem Wissen und einigen spezifischen Angaben, können die Betroffenen unter Umständen eine Steuerrückerstattung erhalten. Das ist das positive Gegenstück zu der Steuerrückzahlung, von welcher in den meisten Fällen die Rede ist. Wer sich nicht an einen professionellen Steuerberater wendet, muss damit rechnen, nicht das optimale Ergebnis aus der Steuererklärung zu ziehen, weshalb sich der Gang zum Fachmann auf jeden Fall lohnt.

Die Steuer und die Insolvenz

Es gibt nicht nur die beiden Seiten der Medaille – Steuerrückzahlung oder Steuererstattung, sondern es gibt viele weitere Themen, welche in dem Zusammenhang mit den Steuern, deren Zahlung oder ihrer Rückerstattung stehen. So ist zum Beispiel eine Frage für Menschen, welche Insolvenz anmelden mussten, ob sie ein Recht auf die Steuererstattung im Insolvenzverfahren haben. Denn, wenn man seine Lohnsteuer zurück bekommt, dann wirkt sich das natürlich positiv auf den Kontostand aus. Wer aber in dem Rahmen der Insolvenz Geld an die Gläubiger zurückzahlen muss und einen bestimmten Freibetrag im Monat zugesprochen bekommen hat, stellt sich natürlich diese wichtige und nicht zu unterschätzende Frage. Im Grunde genommen, kann einfach gesagt, festgehalten werden, dass die Steuer Erstattung in einigen Fällen behalten werden darf und in anderen Fällen an den Insolvenzverwalter bzw. an den Treuhänder abgeführt werden muss. Eine einzige pauschale Antwort gibt es in diesem Fall nicht, da es immer eine Frage des individuellen Falls ist. Es muss in diesem Fall also jede Situation einzeln betrachtet und bewertet werden.

Wie wird die Rückzahlung gewertet?

Eine wichtige Frage, welche sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die Frage danach, wie die Steuererklärung Rückzahlung gewertet wird. Sprich, in aller erster Linie steht nicht im Vordergrund „Wie viel Steuer bekomme ich zurück?“, sondern „Wird die Lohnsteuerrückerstattung als Einkommen gezählt oder nicht? Grundsätzlich gibt es zu diesem Fall zu sagen, dass die Rückerstattung der Steuer als Einkunft auf dem Konto gewertet wird. Innerhalb des Insolvenzverfahrens wird ein Freibetrag ermittelt, welcher dem Betroffenen nicht genommen werden darf. Der Rest wird gepfändet. Steigt nun also durch die Rückerstattung das Einkommen, dann wird auch mehr Geld von dem Konto gepfändet. Also wird das Geld, welches die Steuerzahler aus der Insolvenzgeld Steuererklärung zurückerstattet und auf das Konto überwiesen bekommen, an den Gläubiger abgeführt. Zwar wurde weiter oben erwähnt, dass es von Situation zu Situation unterschiedlich ist, doch als Faustregel kann man sich merken, dass alles Geld, welches oberhalb des festgelegten Freibetrags liegt, an den Gläubiger überwiesen wird, bis die Schulden getilgt sind. Im Zweifelsfall können sich die Betroffenen auch gerne und vertraulich an ihren Ansprechpartner wenden und sich von diesem in der Angelegenheit beraten lassen. Doch, eines ist klar – je mehr Geld der Gläubiger erhält, umso schneller sinken die Schulden. Und das ist wichtig, um das Insolvenzverfahren voll und ganz zu beenden.

Wann ist die Steuerrückzahlung wieder das Vermögen des Steuerzahlers?

Der Betroffene hat erst dann wieder den vollen Zugriff auf sein Konto, wenn das Insolvenzverfahren aufgehoben ist. Das ist dann der Fall, wenn die Schulden getilgt sind und kein Freibetrag mehr die Höhe des Geldes auf dem Konto des Betroffenen bestimmt. In diesem Fall ist dann auch die Steuerrückzahlung Dauer unerheblich, da der Betroffene keine Schulden mehr zu tilgen hat und wieder auf sein ganzes Vermögen, ohne verpfändeten Anteil, zugreifen kann. Bevor es soweit ist, sollten die Betroffenen jedoch den Berater immer über höhere Eingänge auf das Konto, wie dies bei einer Steuerrückerstattung in der Regel der Fall ist, informieren. Denn, das gehört mitunter zu den Pflichten, welche in dem direkten Zusammenhang mit der Meldepflicht stehen. An diese müssen sich die Betroffenen eines Insolvenzverfahrens strengstens halten.